Christina Ristl, Lehrende im Studium Generale, war gestern zu Gast im ORF-Magazin „Konkret“ und sprach dort über ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt: Studieren im Alter. Als Forscherin auf dem Gebiet der Psychologie des Alterns, gab sie Einblicke in aktuelle Entwicklungen zur Motivation von Studierenden in der nachberuflichen Phase: das Interesse an Bildung in der nachberuflichen Phase steigt stetig – ein deutliches Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel hin zu lebenslangem Lernen.
Im Interview nennt sie drei zentrale Motivationsgründe: die Neuorientierung nach dem Berufsleben, die Wiederentdeckung von Leidenschaften, die im Alltag oft zu kurz kommen, sowie die anhaltende Neugier, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen.
Christina Ristl lehrt im Modul „Active Aging“ und brachte im Beitrag auch das Studium Generale als Studienmöglichkeit neben dem Regelstudium ins Gespräch – insbesondere als Option auch ohne Matura, dafür mit Berufserfahrung.
Ihre Forschung zeigt, dass Bildung im späteren Lebensabschnitt nicht nur zur persönlichen Weiterentwicklung beiträgt, sondern auch die aktive gesellschaftliche Teilhabe stärkt. Auffällig ist außerdem, dass sich nachberufliche Studierende oft von jüngeren unterscheiden: Sie sind besonders neugierig, möchten das Gelernte konkret im Alltag anwenden und bringen eine hohe intrinsische Motivation mit. Gleichzeitig zeichnen sie sich laut Ristl durch großes Engagement und ausgeprägte Diskussionsfreude aus, was den Austausch in Lehrveranstaltungen besonders bereichert.
(Der Beitrag startet ab 6:20.)