Am 15. Juni 2026 fand die Veranstaltung „Ethische und rechtliche Aspekte vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz“ mit Isabella Hinterleitner (Women in Artificial Intelligence Austria) und Dr. Eugenia Stamboliev (Technik- und Medienphilosophie) statt. Der Vortrag bildete den Abschluss der vierteiligen Vortragsreihe „KI und Psychotherapie“ im Sommersemester 2026.
Im Mittelpunkt standen die ethischen und rechtlichen Herausforderungen, die beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz – insbesondere im psychotherapeutischen Kontext – berücksichtigt werden müssen. Dabei wurde diskutiert, welche Anwendungen als problematisch oder unethisch einzustufen sind, welche rechtlichen Fragestellungen sich aus dem Einsatz von KI ergeben können und wie der Schutz von Patient*innen gewährleistet werden kann.
Die Diskussionen reichten jedoch über den Bereich der Psychotherapie hinaus und beleuchteten gesellschaftliche, ethische und regulatorische Herausforderungen von KI-Anwendungen im Allgemeinen. Besonders deutlich wurde, dass KI zwar allgegenwärtig ist, das Verständnis darüber jedoch sehr unterschiedlich ausfällt.
Kontrovers diskutiert wurden sogenannte Griefbots aus China, die mithilfe von KI die Kommunikation mit verstorbenen Personen simulieren. Dieses Beispiel verdeutlichte die komplexen ethischen Fragestellungen, die mit neuen KI-Anwendungen einhergehen und regte zu einem intensiven Austausch unter den Teilnehmer*innen an.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Datenschutz. Die Teilnehmer*innen äußerten dabei wiederholt ihre Sorge hinsichtlich des Umgangs mit sensiblen Daten sowie der Transparenz und Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen.
Die Veranstaltung bot einen spannenden und zugleich kritischen Einblick in die Chancen und Herausforderungen moderner KI-Anwendungen und bildete einen gelungenen Abschluss der Vortragsreihe.
Vielen Dank an alle die dabei waren!