CYP2C19 und CYP2D6 spielen eine wichtige Rolle beim Abbau zahlreicher Arzneimittel – unter anderem von Antidepressiva. Eine aktuelle klinische Kohortenstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen den CYP2C19- und CYP2D6-Metabolisierungsphänotypen und dem Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei Patient mit Major Depression.
Die Ergebnisse zeigen, dass Patient mit einem von der Norm abweichenden Metabolisierungsstatus für eines oder beide Enzyme häufiger von unerwünschten Arzneimittelwirkungen betroffen waren. Die Studie verdeutlicht damit die Bedeutung pharmakogenetischer Informationen für eine individuellere Arzneimitteltherapie und ein gezieltes Medikationsmanagement.
Das Thema steht auch im Mittelpunkt unseres Zertifikatsprogramms „Pharmakogenetik und Medikationsmanagement“.
Im Fokus dieses Zertifikatsprogramms steht die Frage, wie genetische Variationen die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Arzneimitteln beeinflussen. Sie erwerben die Kenntnis, individuelle genetische Profile bei der Erstellung des Medikationsplans und bei der Analyse von potenziellen Arzneistoff-Arzneistoff Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Analysen des Genoms und das Wissen um die Auswirkungen einzelner Variationen auf die Aktivität von Arzneistoffen unterstützen eine gezielte Dosisanpassung sowie die Vermeidung von Überdosierungen oder Wechselwirkungen.