Wohin steuert die Demokratie?
So lautete die letzte Semesterfrage, die gestern im Hauptgebäude der Uni Wien von Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert wurde.
Der Abend begann mit Infoständen, an denen Informationen und Wissen ausgetauscht wurden. Auch das Postgraduate Center war hier vertreten.
Nach der Begrüßung durch Rektor Sebastian Schütze folgte eine Vorstellung des Forschungsverbunds „Demokratie und Menschenrechte“ durch Sylvia Kritzinger (Co-Direktorin des Forschungsverbunds) und Michael Lysander Fremuth (Co-Direktor des Forschungsverbunds). Beide sind als wissenschaftliche Leitung am Postgraduate Center tätig: Kritzinger für das Programm „Library and Information Studies“ und Fremuth für das Masterprogramm „Human Rights“.
Als Keynote Speaker sprach Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte, über „Menschenrechte als Erfordernis für eine offene Gesellschaft“. Anschließend folgte eine Podiumsdiskussion.
Im Mittelpunkt standen der Rückgang echter Demokratien in den vergangenen Jahren, die Bedeutung der Menschenrechte innerhalb und außerhalb demokratischer Systeme sowie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen.
Zu den zentralen Erkenntnissen des Abends gehörte die Sicht auf Demokratie und Menschenrechte als zwei Seiten einer Medaille: Der Abbau von Menschenrechten führt letztlich auch zum Abbau der Demokratie. Ebenso wurde betont, dass Demokratie vom Win-win-Denken statt vom Nullsummendenken lebt. Solidarität und Gemeinschaftssinn wurden dabei als wichtige Stützpfeiler einer funktionierenden Demokratie hervorgehoben.
Als persönliche Botschaft wurde den Besucher*innen mitgegeben, dass jede*r etwas bewirken kann: Demokratie lebt davon, dass sich Menschen betroffen fühlen, sich engagieren, mitbestimmen, aufstehen und Menschenrechtsverletzungen aufzeigen.
Vielen Dank an alle Beteiligten und Besucher*innen!