„Die Luft war wirklich erfüllt von intensiven Gesprächen und einer tiefen, ehrlichen Auseinandersetzung – gerade bei dem so wichtigen Thema Palliative Care“, schreibt Cornelia Mooslechner-Brüll über die Veranstaltung „Begegnungen in Grenzsituationen. Philosophische Praxis und Palliative Care im Dialog“. Von 10. bis 12. Oktober 2025 fand die Abschlusstagung des Forschungsprojekts „Philosophische Praxis in Palliative Care und Hospizarbeit“ des Zentrums für interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung (CIRAC) sowie das Herbstkolloquium der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP) und des Berufsverbandes für Philosophische Praxis (BV-PP) an der Universität Graz statt.
Patrick Schuchter, Leiter des Forschungsprojekts, an dem auch Sandra Radinger und Stefanie Rieger, Alumnae unseres Universitätslehrgangs mitwirkten, berichtet: Wir konnten „erleben, wie sehr philosophisches Fragen in der Begleitung Sterbender und Trauernder lebendig ist, wie viele Philosophische Praktiker:innen sich diesen Themen widmen, wie Betroffene philosophisch fragend der Welt und der Existenz begegnen.“
Die Tagung vereinte interdisziplinäre Beiträge aus den Bereichen Philosophische Praxis, Pflege, Medizin, Hospiz und Care Communities. Auch einige unserer Alumni gestalteten das Programm mit. Johanna Kosch bot einen Philosophischen Salon zur Frage „Haben wir die Freiheit zu sterben wann wir wollen?“ an. Max Koller und Lorenz Homolka führten Workshops zu „Tod und Sterben als ästhetische Erfahrung: Ein philosophisch-dramaturgisches Nachspüren“ und „Gehen wollen“ durch.
Im Rahmen des Posterwalks stellte Donata Romizi zudem den Universitätslehrgang „Philosophische Praxis“ vor. Die von ihr als extrem bereichernd erlebte Veranstaltung zeigte Ihres Erachtens eine wichtige Entwicklung, nämlich die wissenschaftliche, empirische Erforschung der Philosophischen Praxis. Die Tagung leistete hierfür einen wertvollen Beitrag.