Universitätslehrgang
Risikoprävention und Katastrophenmanagement
Krisenbewältigung in drei Semestern
Krisen entstehen oft durch Wechselwirkungen, bauen sich auf, wirken kaskadenartig und treffen besonders dort, wo Systeme eng miteinander vernetzt sind. Im Universitätslehrgang „Risikoprävention und Katastrophenmanagement“ lernen Sie, Risiken ganzheitlich zu erkennen, Prävention und Vorsorge strategisch zu planen und in der Bewältigung handlungsfähig zu bleiben – wissenschaftlich fundiert und praxisnah.
Der Universitätslehrgang ist die kompakte Variante des Masterprogramms und führt Sie in drei Semestern gezielt durch die zentralen Grundlagenmodule.
Modulübersicht
In diesem Modul erhalten Sie einen umfassenden Überblick über den Risikokreislauf, die grundlegenden Strategien und Modelle des Risiko- und Katastrophenmanagements sowie deren praktische Relevanz. Sie lernen die wichtigsten Akteur*innen, ihre Funktionen und Rahmenbedingungen kennen, erarbeiten ein gemeinsames Fachvokabular und erhalten erste Einblicke in rechtliche, organisatorische und datenbasierte Aspekte – einschließlich neuer Medien und raumbezogener Informationen.
Lehrveranstaltungen:
- Einführung in die Risikoprävention und das Katastrophenmanagement
- Rechtliche und organisatorische Aspekte
- Neue Medien – aktuelle theoretische Ansätze und praktische Anwendungen
- Geodaten für Risikoprävention und Katastrophenmanagement
- Katastrophenmanagement – Grundlagen und „Best Practice“
- Wissenschaftliches Arbeiten I
In diesem Modul erhalten Sie praxisnahe Einblicke in die Entstehung von Katastrophen und deren vielfältige Ursachen – von natürlichen und technischen Prozessen bis hin zu gesellschaftlichen Einflussfaktoren. Sie lernen, die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen zu analysieren, Risiken eigenverantwortlich zu bewerten und Strategien zu deren Schutz zu entwickeln. Dabei erwerben Sie fundierte Kenntnisse in der Anwendung der ÖNORM D 4903 und werden befähigt, Ihre Ergebnisse professionell zu dokumentieren.
Lehrveranstaltungen:
- Naturgefahren
- Technologische Gefahren
- Soziologische und sonstige Gefahren
- Sozioökonomische Aspekte der Vulnerabilität und Resilienz
- Verletzlichkeit und Schutzmöglichkeiten für Kritische Infrastruktur – Strategien und Anwendungsbeispiele
- Risikomanagement für Organisationen und Systeme
Prävention als gestaltbare Aufgabe: In diesem Modul beschäftigen Sie sich mit Risk Governance, Risikoprävention, Krisenszenarien, Risikoplanung und -kommunikation. Sie lernen rechtliche, technische und sozioökonomische Aspekte kennen und arbeiten mit Modellen, wie dem integralen Risikokreislauf. Im Rahmen einer Projektarbeit wenden Sie dieses Wissen praxisnah auf ausgewählte Fallbeispiele an.
Lehrveranstaltungen:
- Rechtspolitische und sozioökonomische Grundlagen
- Grundlagen der Risikobewertung und Szenarienanalyse
- Raumbezogene Risikoplanung und technisches Risikomanagement
- Strategisches, operatives und taktisches Katastrophenmanagement auf nationaler und internationaler Ebene
- Modelle und Steuerung der staatlichen Katastrophenvorsorge und Risiko Governance
- Risikokommunikation
- Fallbezogene Anwendung des Risikomanagements, Projektarbeit
Unter Druck klar handeln: Dieses Modul vermittelt praxisnah medizinische und psychosoziale Grundlagen, Führungsverfahren im Katastrophenmanagement sowie Krisenkommunikation. Sie lernen, Einsatzabläufe zu verstehen, Herausforderungen für operative Einheiten und Unternehmen zu erkennen und die Bewältigung im integralen Risikokreislauf einzuordnen. Ein Fokus liegt auch auf den europäischen Koordinationsmechanismen des Bevölkerungsschutzes und grundlegender Unterstützung für eintreffende Hilfseinheiten.
Lehrveranstaltungen:
- Medizinische und psychosoziale Aspekte der Katastrophenhilfe
- Führungsverfahren
- Krisenkommunikation
- European Civil Protection Mechanism
Absolvierte Module können bei einem Wechsel ins Masterprogramm vollständig inhaltlich und finanziell anerkannt werden.
Aufnahmeverfahren
-
Teilnahmevoraussetzungen
Allgemeine Hochschulreife (Matura) und mindestens 5 Jahre einschlägige Berufserfahrung
oder
- Abgeschlossene Hochschulausbildung (min. 180 ECTS Credits)
-
Bewerbung
Bitte reichen Sie die folgenden Bewerbungsunterlagen über das Anmeldeformular ein:
- Lebenslauf
- Motivationsschreiben (1 Seite)
- Nachweis der allgemeinen Hochschulreife (Matura) inkl. Nachweis über mehrjährige facheinschlägige Berufserfahrung bzw. ehrenamtlichen Dienst (min. 5 Jahre) oder Nachweis einer abgeschlossenen Hochschulausbildung (min. 180 ECTS Credits)
- Amtlicher Lichtbildausweis
-
Aufnahme und Zulassung
Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden Ihre Unterlagen durch den Lehrgangsbeirat geprüft. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Aufnahmegespräch stattfinden. Etwa fünf bis sechs Wochen nach Ende der Bewerbungsfrist erfolgt die Zu- oder Absage. Anschließend erhalten Sie auch weitere Informationen zum Zulassungsprozess sowie zum Programmstart.
Bereit für den nächsten Schritt?
FAQs
Das Masterprogramm und der Universitätslehrgang haben eine gemeinsame Basis: Die Module 1 bis 4 werden in beiden Varianten absolviert. Im Masterprogramm vertiefen Sie sich darüber hinaus mit zusätzlichen Modulen und der Masterthesis.
Ja. Bereits absolvierte Module im Rahmen des Universitätslehrgangs können bei einem Wechsel ins Masterprogramm vollständig inhaltlich und finanziell anerkannt werden.
Die Präsenzblöcke finden überwiegend am Campus der Universität Wien statt. Einzelne Lehrveranstaltungen werden auch an weiteren Orten in Österreich durchgeführt (z.B. Kühtai, Traunkirchen, Tulln an der Donau).
Nach Abschluss des Universitätslehrgangs sind Sie in der Lage:
- Risiken systematisch zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten (z. B. Naturgefahren, technologische, gesellschaftliche und organisationale Risiken)
- Präventions- und Vorsorgestrategien für Organisationen, Regionen und kritische Infrastrukturen zu entwickeln
- Abläufe und Rollen im Krisen- und Katastrophenmanagement sicher einzuordnen und professionell mitzuwirken
- Risiken, Maßnahmen und Krisensituationen adressat*innengerecht zu kommunizieren
- Nationale und internationale Rahmenbedingungen (z. B. Standards, Strukturen) in der Praxis anzuwenden
Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Program Management gerne zur Verfügung.
Kontakt
Patrizia Kastenberger
Program Management
Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 1
Eingang 1.14.1
1090 Wien
+43-1-4277-10835
oerisk(at)univie.ac.at
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