Personzentrierte Psychotherapie
Zertifikatsprogramm
Schwerpunktsetzung für Ihre therapeutische Zukunft
Eine tragfähige therapeutische Beziehung, geprägt von Empathie, Akzeptanz und Echtheit, steht im Zentrum der Personzentrierten Psychotherapie. Genau diese Haltung bildet den Boden, auf dem Veränderung möglich wird – nicht durch „Techniken von außen“, sondern durch ein unterstützendes Gegenüber, das Entwicklung und Selbstbestimmung stärkt.
Das Zertifikatsprogramm ist Teil des Psychotherapeutischen Fachspezifikums Personzentrierte Psychotherapie und fokussiert die Wahlpflichttheorie: Sie vertiefen Personzentrierte Konzepte, reflektieren Weiterentwicklungen, setzen sich mit Zielgruppen und Störungsbildern auseinander und wählen ergänzende Schwerpunkte nach Ihren Interessen und Ihrer späteren Praxis.
Carl Rogers: Begründer der klient*innenzentrierten Gesprächstherapie. Im Mittelpunkt seines Ansatzes stehen Empathie, Wertschätzung und Echtheit. Er ist ein Vertreter des humanistischen Ansatzes.
Berufsfelder und weiterer Ausbildungsweg
Das Zertifikatsprogramm bildet die Wahlpflichttheorie innerhalb des Fachspezifikums ab. Für die Eintragung als Psychotherapeut*in in der Liste des Gesundheitsressorts sind zusätzlich – im Rahmen der fachspezifischen Ausbildung bei einer der drei kooperierenden Fachgesellschaften – Pflichttheorie, praktische Ausbildung sowie Selbsterfahrung fachgesellschaftsintern zu absolvieren.
Modulübersicht
Die Seminare werden von erfahrenen Lehrtherapeut*innen der drei kooperierenden Fachgesellschaften durchgeführt und sind berufsbegleitend organisiert. Die Lehrveranstaltungen finden in der Regel freitags von 17.00 bis 21.00 Uhr sowie samstags von 9.00 bis 18.00 Uhr statt. Einzelne Veranstaltungen können zeitlich abweichen.
Für den Abschluss absolvieren Sie insgesamt 11 Seminare:
- Je ein Seminar aus den Modulbereichen 1.1 bis 1.6 (insgesamt 6 Seminare)
- Fünf weitere Seminare als ergänzende Schwerpunktsetzung (des Moduls 1.7) nach persönlichem Interesse
- Mindestens vier Seminare bei Lehrtherapeut*innen der eigenen Fachgesellschaft
Empfohlen wird eine Planung von maximal zwei bis drei Seminaren pro Studienjahr, um Inhalte nachhaltig zu vertiefen und gut mit dem Ausbildungsalltag zu verbinden.
Aktuelle Linien und Vertiefungen des Personzentrierten Denkens öffnen neue Perspektiven auf Praxis, Beziehung und Prozess.
Themen:
- Weiterentwicklungen nach Rogers
- Vertiefende theoretische Zugänge und aktuelle Diskurse
- Transfer in die psychotherapeutische Praxis
Humanistische Grundorientierung wird als professionelle Identität greifbar – zwischen Menschenbild, Ethik und therapeutischer Haltung.
Themen:
- Humanistische Orientierung und Wertebasis
- Professionelle Haltung und Ethik
- Personzentrierte Identitätsbildung
Im Dialog mit anderen psychotherapeutischen Schulen schärfen Sie Ihr eigenes Verständnis und gewinnen fachliche Anschlussfähigkeit.
Themen:
- Vergleich und Abgrenzung zu anderen Grundorientierungen
- Integrative Fragestellungen
- Reflexion theoretischer und praktischer Konsequenzen
Unterschiedliche Settings erweitern den Blick auf Möglichkeiten und Grenzen personzentrierten Arbeitens – in Einzel-, Gruppen- oder institutionsbezogenen Kontexten.
Themen:
- Settings Personzentrierter Psychotherapie
- Methodische Zugänge im Rahmen Personzentrierter Haltung
- Indikation und Rahmenbedingungen
Zielgruppenarbeit wird praxisnah: Sie setzen sich mit spezifischen Lebenslagen, Kontexten und Bedarfen auseinander.
Themen:
- Zielgruppenspezifische Zugänge
- Kontextsensibilität und Diversität
- Praxistransfer und Fallreflexion
Psychische Belastungen werden aus Personzentrierter Perspektive verstanden – mit Blick auf Prozess, Beziehung und Diagnostik.
Themen:
- Personzentrierte Einordnung von Störungsbildern
- Prozess- und Beziehungsdiagnostik
- Indikations- und Reflexionsfragen
Eigene Interessen, berufliche Kontexte und persönliche Entwicklungsziele bekommen Raum – Sie setzen fünf individuelle Schwerpunkte.
Themen:
- Vertiefungen der Module 1.1 bis 1.6 nach Wahl
- Spezialisierungen und aktuelle Praxisfelder
- Erweiterung des eigenen fachlichen Profils
Das Zertifikatsprogramm umfasst die Seminare aus dem Block „Wahlpflichttheorie“ der fachspezifischen Ausbildung der drei kooperierenden Fachgesellschaften:
- APG*IPS – Institut für Personzentrierte Studien
- FORUM – Personzentrierte Psychotherapie, Ausbildung und Praxis
- VRP – Vereinigung Rogerianischer Psychotherapie
Das sagen unsere Teilnehmer*innen
Aufnahmeverfahren
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Teilnahmevoraussetzungen
- Voraussetzung ist die Aufnahme als Ausbildungskandidat*in in die fachspezifische Psychotherapieausbildung bei einem der kooperierenden Fachgesellschaften (APG*IPS, FORUM, VRP).
- Die Lehrveranstaltungen des Zertifikatsprogramms können besucht werden, wenn mindestens 6 ECTS Credits Pflichttheorie entsprechend der Ausbildungsordnung Ihrer Fachgesellschaft absolviert wurden.
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Bewerbung
Bitte reichen Sie die folgenden Bewerbungsunterlagen über das Anmeldeformular ein:
- Vollständiger Ausbildungsvertrag
- Nachweis über 6 ECTS Credits Pflichttheorie (absolviert bei einer der Fachgesellschaften)
- Nachweis über den Abschluss des Propädeutikums oder Bachelorprogramms “Psychotherapie Grundlagen”
- Amtlicher Lichtbildausweis
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Aufnahme und Zulassung
Nach dem Einreichen Ihrer Unterlagen erhalten Sie zeitnah eine Rückmeldung über den Status Ihrer Bewerbung.
Bereit für den nächsten Schritt?
FAQs
Im Zertifikatsprogramm absolvieren Sie die Wahlpflichttheorie an der Universität Wien. Sie absolvieren 11 Wahlpflichtseminare im Ausmaß von insgesamt 22 ECTS Credits und setzen individuelle Schwerpunkte innerhalb des Seminarangebots.
Das Zertifikatsprogramm richtet sich and Kandidat*innen der drei kooperierenden Fachgesellschaften (APG*IPS, FORUM, VRP), di ihre Wahlpflichttheorie an der Universität Wien absolvieren möchten.
Die Anmeldung erfolgt über ein Online-Anmeldeformular. Der Anmeldung ist der von Ihrer Fachgesellschaft ausgestellte Nachweis der 6-ECTS-Pflichttheorie anzufügen, ohne den die Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind.
Weitere Informationen zum Aufnahmeverfahren finden Sie hier.
Nein. In diesem Fall bitten wir Sie auf die nächste Anmeldephase für das kommende Semester zu warten.
Die Seminaranmeldung erfolgt über das u:find Anmeldesystem.
Den genauen Seminarort und organisatorische Details finden Sie auf der Lernplattform Moodle, sobald Sie nach der Zulassung einmalig Ihre User-lD eingerichtet und aktiviert haben.
Sie haben dafür neun studiengebührbefreite Semester zur Verfügung – acht reguläre Semester und ein Toleranzsemester. Danach fallen semesterweise Studiengebühren an. Unter vorgeschriebenen Bedingungen kann man sich semesterweise vom Zertifikatsprogramm beurlauben lassen.
Weitere Informationen zur Beurlaubung finden Sie hier.
Eine Fachtagung oder ein Kongress kann angerechnet werden, wenn Ihre Fachgesellschaft einen entsprechenden Anerkennungsbescheid ausstellt und Sie uns diesen per Mail zukommen lassen.
Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Program Management gerne zur Verfügung.
Kontakt
Katja Waditschatka
BA MA
Program Assistant
Postgraduate Center
Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 1
Eingang 1.15
1090 Wien
+43-1-4277-10856
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