Pharmakogenetik und Medikationsmanagement
Zertifikatsprogramm
Medikation nach Genprofil
Im Fokus dieses Zertifikatsprogramms steht die Frage, wie genetische Variationen die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Arzneimitteln beeinflussen. Sie erwerben die Kenntnis, individuelle genetische Profile bei der Erstellung des Medikationsplans und bei der Analyse von potenziellen Arzneistoff-Arzneistoff Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Analysen des Genoms und das Wissen um die Auswirkungen einzelner Variationen auf die Aktivität von Arzneistoffen unterstützen eine gezielte Dosisanpassung sowie die Vermeidung von Überdosierungen oder Wechselwirkungen.
AFP
Für alle aktuell am Postgraduate Center angebotenen Weiterbildungsprogramme im Bereich Klinische Pharmazie werden akkreditierte Fortbildungspunkte (AFP) seitens der Österreichischen Apothekerkammer zuerkannt. Für Rückfragen dazu steht Ihnen die Fortbildungsabteilung der Österreichischen Apothekerkammer gerne zur Verfügung.
Qualifikationsprofil
Als Absolvent*in dieses Zertifikatsprogramms sind Sie in der Lage, genetische Profile zu gewinnen, zu analysieren und zu interpretieren. Sie bewerten den Einfluss genetischer Variationen auf die Arzneimitteltherapie und leiten daraus fundierte Empfehlungen im Medikationsmanagement ab. Darüber hinaus verfügen Sie über Kenntnisse zu pharmakogenetischen Datenbanken und deren Anwendung in der pharmazeutischen Praxis.
Lehrveranstaltungen
Zu Beginn erwerben Sie ein grundlegendes Verständnis der Pharmakogenetik und ihrer Relevanz für die Arzneimitteltherapie. Der Fokus liegt auf den gängigen experimentellen Methoden zur Ermittlung genetischer Profile. Sie setzen sich mit deren Einsatzmöglichkeiten auseinander und beurteilen Vor- und Nachteile im pharmazeutischen Kontext. Damit schaffen Sie die fachliche Basis für den späteren Transfer in das Medikationsmanagement.
Themen:
- Grundlagen der Pharmakogenetik
- Methoden zur Ermittlung genetischer Profile
- Vor- und Nachteile unterschiedlicher Analyseverfahren
- Bedeutung genetischer Daten für die Arzneimitteltherapie
Der Schwerpunkt liegt auf dem praktischen Umgang mit pharmakogenetischen Datenbanken. Sie lernen, genetische Informationen strukturiert zu erfassen, auszuwerten und für die Erstellung individueller genetischer Profile heranzuziehen. Die Anwendung digitaler Werkzeuge steht dabei im Mittelpunkt.
Themen:
- Überblick über relevante pharmakogenetische Datenbanken
- Anwendung von Datenbanken zur Erstellung genetischer Profile
- Bewertung der Aussagekraft genetischer Informationen
- Nutzung digitaler Ressourcen im Medikationsmanagement
Aufbauend auf den Grundlagen vertiefen Sie Ihr Wissen über genetische Variationen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Arzneimittelwirkung haben. Sie analysieren, wie genetische Unterschiede die Metabolisierung, Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen und berücksichtigen diese Aspekte bei der Bewertung individueller Medikationen.
Themen:
- Relevante genetische Variationen in der Pharmakogenetik
- Einfluss genetischer Faktoren auf Arzneimittelwirkung und -sicherheit
- Analyse individueller Medikationen unter genetischen Gesichtspunkten
- Bewertung potenzieller Wechselwirkungen
Die Anwendung des erworbenen Wissens steht in dieser Lehrveranstaltung im Vordergrund. Anhand konkreter Fallbeispiele analysieren Sie genetische Profile, identifizieren mögliche Probleme in der Medikation und erarbeiten strukturierte Lösungsvorschläge. Der Transfer pharmakogenetischer Erkenntnisse in die pharmazeutische Praxis bildet den inhaltlichen Schwerpunkt.
Themen:
- Analyse pharmakogenetischer Fallbeispiele
- Identifikation genetisch bedingter arzneimittelbezogener Probleme
- Entwicklung von Lösungsvorschlägen im Medikationsmanagement
- Dokumentation und fachliche Kommunikation der Ergebnisse
Das Zertifikatsprogramm "Pharmakogenetik & Medikationsmanagement“ ist ein Baustein des Masterprogramms "Klinische Pharmazie“. Bei einem späteren Umstieg werden die Inhalte inhaltlich und finanziell anerkannt.
Das sagen unsere Absolvent*innen
Aufnahmeverfahren
-
Teilnahmevoraussetzungen
- Abgeschlossenes Master-, Magister- oder Diplomstudium der Pharmazie (min. 180 ECTS Credits)
- Approbation zum Apotheker*innenberuf
-
Bewerbung
Bitte reichen Sie die folgenden Bewerbungsunterlagen über das Anmeldeformular ein:
- Nachweis über den Studienabschluss
- Approbation zum Apotheker*innenberuf
- Lebenslauf
- Motivationsschreiben
- Amtlicher Lichtbildausweis
-
Aufnahme und Zulassung
Nach dem Einreichen Ihrer Unterlagen erhalten Sie zeitnah eine Rückmeldung über den Status Ihrer Bewerbung und zum weiteren Vorgehen. Eine Zulassung ist auch schon vor Ablauf der Bewerbungsfrist möglich.
Bereit für den nächsten Schritt?
FAQs
Das Zertifikatsprogramm Pharmakogenetik & Medikationsmanagement richtet sich an berufsberechtigte Apotheker*innen, die ihre Kompetenzen im Bereich der individualisierten Arzneimitteltherapie erweitern möchten und eine Zusatzqualifikation im Bereich Pharmakogenetik und Medikationsmanagement anstreben.
Der Fokus liegt auf der Anwendung pharmakogenetischer Erkenntnisse im Medikationsmanagement.
Ja. Das Zertifikatsprogramm “Pharmakogenetik und Medikationsmanagement” kann einzeln gebucht oder inhaltlich sowie finanziell als Spezialisierung im Modul 5 des Masterprogramms anerkannt werden.
Ja. Die Lehrveranstaltungen sind auf die Vereinbarkeit mit dem Apothekenalltag ausgerichtet. Das Zertifikatsprogramm ist vollständig online absolvierbar.
Alle Termine finden online statt. Hier finden Sie die Terminübersicht des nächsten Durchgangs (Start Oktober 2026)*:
| Datum | Uhrzeit | LV-Titel |
|---|---|---|
| Di., 06.10.2026 | 19:30–21:00 | Grundlagen der Pharmakogenetik (VU) |
| Do., 08.10.2026 | 19:30–21:00 | Grundlagen der Pharmakogenetik (VU) |
| Di., 13.10.2026 | 19:30–21:00 | Grundlagen der Pharmakogenetik (VU) |
| Do., 15.10.2026 | 19:30–21:00 | Grundlagen der Pharmakogenetik (VU) |
| Fr., 16.10.2026 | 13:00–18:00 | Grundlagen der Pharmakogenetik (VU) |
| Sa., 07.11.2026 | 09:00–16:00 | Genvariationen und ihre Bedeutung im Medikationsmanagement (VU) |
| So., 08.11.2026 | 09:00–16:00 | Genvariationen und ihre Bedeutung im Medikationsmanagement (VU) |
| Di., 01.12.2026 | 19:30–21:00 | Datenbanken und Genanalyse (VU) |
| Mi., 02.12.2026 | 19:00–20:30 | Datenbanken und Genanalyse (VU) |
| Sa., 05.12.2026 | 09:00–12:00 + 13:30–16:00 | Datenbanken und Genanalyse (VU) |
| Mi., 09.12.2026 | 19:30–21:00 | Datenbanken und Genanalyse (VU) |
| Mo., 15.02.2027 | 19:00–21:00 | Fallbeispiele (VU) |
| Mi., 17.02.2027 | 19:00–21:00 | Fallbeispiele (VU) |
| Do., 18.02.2027 | 19:00–21:00 | Fallbeispiele (VU) |
| Fr., 19.02.2027 | 09:00–17:00 | Fallbeispiele (VU) |
| Sa., 20.02.2027 | 09:00–17:00 | Fallbeispiele (VU) |
*Bitte beachten Sie, dass zwei weitere Abendeinheiten von je 1,5 Stunden für die VU “Datenbanken und Genanalyse” noch ergänzt werden; Änderungen vorbehalten
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Pharmaziestudium mit Approbation.
Ja. Für das Zertifikatsprogramm “Pharmakogenetik und Medikationsmanagement” werden akkreditierte Fortbildungspunkte der Österreichischen Apothekerkammer vergeben.
Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Program Management gerne zur Verfügung.
Kontakt
Agnes Raschauer
Bakk. MA
Program Management
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Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 1
Eingang 1.15
1090 Wien
+43-664-817 6683
klinischepharmazie(at)univie.ac.at
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